Natur Pur aus Nektar und Honigtau

Honig ist der süße, eingedickte Saft, den die Honigbienen unter Zusatz eigener Drüsensäfte bereiten. Zuvor haben sie dafür Nektar oder Honigtau auf ihren Sammelflügen eingetragen.

Nektar ist eine süße Absonderung der Pflanzen an oft verborgenen Stellen des Blütenkelches. Honigtau, ist ebenfalls eine zuckerhaltige Flüssigkeit. Oft überzieht er als kristallklare Tropfen, hauchdünn Blätter oder Tannennadeln. Weißtannenhonig als Hoigtau-Honig z.B. ist besonders schwer zu ernten, weil hier sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Es muss genug Kalonien der sogenannten Lachniden und Lecanien geben, die dann genügend Saft aus den Weißtannen heraussaugen und den Honigtau erzeugen. Obwohl Weißtannenhonig erst im Sommer geerntet wird, spielt das Wetter schon im Frühjahr eine wichtige Rolle. Deshalb unterscheiden wir Blüten- und Honigtau-Honig.

Die Gewinnung im Bienenstock

In Nadelwäldern werden Honigtau-Honige gewonnen. z.B. von Weiß- und Rottannen
In Nadelwäldern werden Honigtau-Honige gewonnen. z.B. von Weiß- und Rottannen

Die Gewinnung von Honig bedeutet für die Bienen einen Riesenaufwand. Zunächst saugt die Sammelbiene mit ihrem mehr als einen halben Zentimeter langen Rüssel den Nektar aus den Blüten. Oder sie nimmt- je nach Vorkommen – Honigtautropfen auf. Danach werden Nektar oder Honigtau in der Honigblase gespeichert. Dann geht’s ab in den Bienenstock. Schon auf dem Weg dahin beginnt die Umwandlung das Saftes in Honig: Durch Zugabe körpereigener Säfte bildet sich aus dem von Nektar und Honigtau stammenden Rohrzucker zum Schluss Trauben- und Fruchtzucker. In den Waben – dem Zellbau des Bienenstocks – liefert die Biene ihren Saft ab, und die dann zuständigen Stockbienen übernehmen die weitere Verarbeitung: Dazu gehört das Eindicken des Saftes. Ihm muss also das Wasser entzogen werden. Das geschieht u.a. durch die Wärme im Bienenstock und durch heftiges Flügelschlagen der Stockbienen. So fächeln sie Luft in die Waben.

Die Verarbeitung beim Imker

Wenn die Biene ihre Wabenzellen mit einer dünnen Wachsschicht luftdicht verdeckelt, erkennt der Imker, dass der Honig reif ist. Er wird nun in einer Zentrifuge ohne Wärmezufuhr – also durch so genanntes Kaltschleudern – aus den Waben gewonnen. So bleiben die vielen gesunden Nähr- und Aromastoffe im Honig erhalten.

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